Tödlicher Irrtum

RAF - Die Geschichte der Rote Armee Fraktion






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Butz Peters
Tödlicher Irrtum.
Die Geschichte der RAF

Gebunden. 863 Seiten
€ 24,90 / sFr 43,70
Erscheinungstermin 24. November 2004
ARGON VERLAG



Die erste umfassende Geschichte der RAF

Drei Jahrzehnte hielt die Rote Armee Fraktion (RAF) die Bundesrepublik in Atem: Sie ermordete 34 Menschen. War Anlass für zahlreiche neue Gesetze - die heute noch immer gelten. Hielt Tausende Polizeibeamte und Verfassungsschützer auf Trab. Die Ermittlungsakten umfassen elf Millionen Seiten.

Butz Peters schildert die Geschichte der RAF - mit zahlreichen bis heute unbekannten Einzelheiten: Von den Anfängen, einer Kaufhausbrandstiftung in Frankfurt 1968. Bis zur "Selbstauflösungserklärung" im April 1998. Die Rote Armee Fraktion ist die Idee eines unbekannten Autodiebes namens Andreas Baader und der bekannten Journalistin Ulrike Meinhof: Die Vorstellung, durch Morde und Bombenanschläge die "potentiell revolutionären Teile des Volkes" zu mobilisieren, die sich zur "Revolution" in der Bundesrepublik erheben. Ein fataler Irrtum, der auch über zwei Dutzend "bewaffneten Kämpfern" das Leben kostet.

Peters rekonstruiert, wie die RAF aus dem "Ideensteinbruch" der Studentenbewegung in West-Berlin entstand, und die Geschichte ihrer drei "Generationen": Nachdem die Köpfe der ersten "Generation" Andreas Baader, Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin im Juni 1972 gefasst waren, ziehen andere unter dem Label "RAF" in den "bewaffneten Kampf in der BRD". Sie überfallen die deutsche Botschaft in Stockholm, ermorden Generalbundesanwalt Siegfried Buback, Dresdner Bank-Chef Jürgen Ponto und Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer. Der "deutsche Herbst" bricht an. An der Spitze der zweiten "Generation" eine Frau: Brigitte Mohnhaupt. Die "Generalbevollmächtigte" Baaders. Erst nach fünf Jahren aufwändigster Fahndung gelingt es BKA-Beamten 1982, sie zu fassen - nachdem

Ermittler auf achtzehn Depots gestoßen waren, in denen die Rote Armee Fraktion Waffen, Geld und Ausweise bunkerte. Die "Aktion Eichhörnchen" lief an: 2000 Beamte observierten rund um die Uhr die Depots zwischen Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. Als Mohnhaupt an einem Depot in Heusenstamm bei Frankfurt auftaucht, wird sie verhaftet.

Zwei Jahre später, 1984, nehmen "Baader-Meinhofs Enkel" den "bewaffneten Kampf" auf. Die dritte "Generation" ermordet zehn Menschen. Unter ihnen Deutsche Bank-Chef Alfred Herrhausen, Siemens-Vorstandsmitglied Karl Heinz Beckurts, Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder und GSG 9-Kommissar Michael Newrzella. Die Täter der dritten "Generation" sind heute noch immer weitgehend unbekannt. Nur zwei wurden verurteilt. Das letzte Strafverfahren gegen ein einst mutmaßliches RAF-Mitglied endete am 28. September 2004.

Butz Peters rekonstruierte die Geschichte der Rote Armee Fraktion aus 250 Gerichtsentscheidungen, Schilderungen ehemaliger RAF-Mitglieder und RAF-Fahnder, RAF-Papieren, Unterlagen der Ermittler von Bundeskriminalamt und Bundesanwaltschaft und des Ministeriums für Staatssicherheit.

Packend geschrieben. Eine spannende Zeitreise durch drei Jahrzehnte deutscher Nachkriegsgeschichte.
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